Sarahs Stimme ist da — Soft Launch nach sieben Monaten

Unser Escape-Adventskalender für Erwachsene ist erschienen: 24 Tage, 24 Tonbandaufnahmen, ein Cold Case von 1991. Und warum wir mitten im Sommer starten.

Uli Ortlieb

7/27/20263 min read

Sieben Monate später: „Sarahs Stimme" ist da

Es ist Ende Juli. Draußen sind es über dreißig Grad, und ich schreibe einen Text über einen Adventskalender.

Genau deshalb heißt das hier Soft Launch.

Warum wir jetzt starten — und nicht laut

Kaum jemand denkt Ende Juli an Weihnachten. An Kerzen, an den Geruch von Zimt, an diesen einen Moment am Abend, wenn der Tag vorbei ist und man sich hinsetzt. Ich weiß das. Trotzdem ist unser größtes Buchprojekt seit dieser Woche auf Amazon erhältlich.

Ein Soft Launch bedeutet: Das Buch ist da, es ist fertig, es ist geprüft — aber wir drehen die Lautstärke noch nicht auf. Wir lassen es ankommen. Wir sammeln erste Rückmeldungen. Und wenn die Menschen anfangen, an die Adventszeit zu denken, sind wir längst nicht mehr in der Testphase.

Was „Sarahs Stimme" ist

Ein Escape-Room-Adventskalender für Erwachsene. 24 Tage, 24 Aufnahmen, ein Cold Case aus dem Dezember 1991.

Das Ziel war von Anfang an klar formuliert und hat sich in sieben Monaten kein einziges Mal verschoben: spannend, aber niemals stressig. Das Buch war nie als Rätselmarathon gedacht, der Leserinnen und Leser an die Frustrationsgrenze bringt. Wer im Advent nach einem zweiten Vollzeitjob sucht, ist bei uns falsch.

Fünf bis sieben Minuten am Tag. Mehr braucht es nicht. Das war die härteste Regel im gesamten Projekt, und wir haben sie gegen jede Versuchung verteidigt, „noch schnell etwas draufzupacken".

Die Geschichte wird von drei Elementen getragen, und keines davon steht allein:

  • Lesen — die Akte, die Notizen, die Dokumente.

  • Hören — Sarahs Tonbandaufnahmen, eine pro Tag.

  • Ermitteln — eine Spielmechanik, die lösbar ist. Für jeden zugänglich, ohne Vorkenntnisse, ohne Handbuch.

Kein Roman. Ein Fall.

Und der Sommer?

Ja, das Buch ist ein Adventskalender. Nein, man muss nicht bis zum 1. Dezember warten.

Das Startdatum wählt man selbst. Der Fall spielt zwar im Dezember 1991, und die 24 Tage haben ihren Bezug zur Jahreszeit — aber die Mechanik funktioniert im Juli genauso wie im Advent. Jeden Tag ein Stück Fall. Ob draußen Schnee liegt oder der Ventilator läuft, ist der Geschichte ziemlich egal. :o)

Die Technik: bewusst unspektakulär

Es gibt keine App aus dem App Store. Kein Konto, kein Download, keine Registrierung.

Man scannt den QR-Code auf der Tagesseite, und im Browser öffnet sich die Aufnahme. Das war's. Eine webbasierte Anwendung, die einfach läuft — auf dem Handy, auf dem Tablet, am Rechner.

Dass so etwas simpel zu bedienen ist, heißt nicht, dass es simpel zu bauen war. Aber genau das war der Anspruch: Die Technik soll niemandem im Weg stehen. Sie soll die Geschichte tragen und ansonsten unsichtbar bleiben. Entwickelt haben wir alles selbst, aus einer Hand.

Ein bisschen Stolz sei erlaubt

Ich blicke auf dieses Projekt zurück und bin, ehrlich gesagt, ziemlich stolz.

Wir sind eine kleine Kreativwerkstatt. Kein Verlag, kein Team von zwanzig Leuten. Meine Frau und ich haben ein multimediales Buchprojekt auf die Beine gestellt — Buch, Audio, App, Geschichte, Gestaltung. Dass so etwas möglich ist, hätte ich vor ein paar Jahren nicht gedacht. Dass ich mich selbst einmal so kreativ entfalten würde, erst recht nicht.

Danken möchte ich allen Testspielerinnen und Testspielern, die uns ehrlich gesagt haben, wo es hakt. Den Freunden, die zugehört haben, wenn ich zum dritten Mal über dasselbe Rätsel gesprochen habe. Und jedem, der uns auf diesem Weg begleitet hat. Ohne euch wäre das Buch schlechter geworden. Das ist keine Höflichkeitsfloskel, das ist einfach so.

Ab jetzt erhältlich

Nach mehr als sieben Monaten Arbeit:

  • Taschenbuch — seit dem 25. Juli, durchgehend in Farbe.

  • Premium-Hardcover — seit heute, dem 27. Juli.

Beides auf Amazon.

Die Landingpage

Ein Projekt wie dieses lässt sich in einem Produktlisting nicht erklären. Deshalb hat „Sarahs Stimme" eine eigene Seite bekommen, die zeigt, worum es geht, wie das Spiel funktioniert und was man dafür braucht.

👉 Zur Projektseite

Werdet Teil davon

Schaut euch das Projekt an. Schreibt uns, was ihr denkt. Erzählt uns, an welchem Tag ihr hängengeblieben seid und an welchem es Klick gemacht hat.

Eine kleine Werkstatt lebt von genau dem: von Menschen, die hinschauen, mitreden und weitererzählen. Anders geht es nicht.

Danke, dass ihr da seid.

Uli

„Sarahs Stimme — Tonbänder einer Verschwundenen" ist ein fiktiver Fall. Alle Personen, Orte und Ereignisse sind erfunden.

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