Meine Meinung zu KI als Nerd der ersten Tage.
Ein Nerd aus Brotkasten-Zeiten sagt, was er von KI hält. Über Kunst, Kopieren und warum es bei ihm kein STRG+V gibt.
Uli Ortlieb
11/3/20262 min read


Brotkasten und Amstrad.
Wem das was sagt und wer damit noch persönlich in Berührung kam, kennt auch Pascal und Basic.
Keine Namen von Fußballspielern, sondern Programmiersprachen.
Wer diese Sprachen in den 80ern kannte, wurde eher belächelt und etwas misstrauisch angeschaut.
Heute stehen wir natürlich an einem anderen Punkt. Mit Social Media, Influencern, dem schnellen Geld, das KI in der Werbung verspricht, und der Angst vor Stellenverlust durch KI in vielen Kreativbranchen.
Dazu nur kurz meine Meinung: Wer kreativ ist und gut darin, kreativ zu sein, wird sich auch mit KI durchsetzen. Er wird Dinge schaffen, die nur ein kreativer Mensch erschaffen kann.
Ein mit KI erstelltes Bild ohne menschliche Kreativität wird genau das sein, was wir gerade überall sehen.
Social Media hypt einen Effekt (Prompt), jeder pumpt ihn ungefiltert in seine KI des Vertrauens, und was sehen wir? Millionenfach dasselbe.
Aber wem das Spaß macht, der soll das tun und posten. Daran ist nichts verwerflich.
Sieht alles gleich aus? Ja.
Darum wird das keinen Profit bringen, und kein Kreativer verliert dadurch seinen Job.
Wird er nie.
Für mich, der davon keine Ahnung hat, ist Kunst nur etwas, das mit der Hand erschaffen wird. Ein Talent, eine Gabe, die einem mit in die Wiege gelegt wird. Die viele Menschen anspricht und die man selbst durch ewiges Training nicht erlernen kann.
Das ist für mich Kunst.
Und die wird keine KI erlernen.
Kopieren konnten wir schon immer, und das können fast alle. Im erlernten Beruf, im Handwerk oder im Studium machen wir nichts anderes: Wir lernen, indem wir kopieren. Und je besser wir darin werden, desto besser wird am Ende unser Ergebnis.
Jetzt schlage ich meine Brücke zur KI.
Ein Tool, das perfekt kopieren kann. Mehr steckt nicht dahinter.
Es kopiert wie STRG+C. Das war's.
Das STRG+V kommt nicht. Oder für mich nur bedingt.
Der STRG+V-Benutzer ist für mich der, der KI nur wie STRG+C und STRG+V nutzt. Der das Potenzial dahinter nicht versteht. Und die Möglichkeiten nicht erkennt.
Und damit zurück zu mir und meinem Ansatz.
Ich nutze STRG+C. Aber STRG+V gibt es bei mir nicht.
Alles, was ich damit mache, ist eine kontrollierte Anweisung mit klaren Vorgaben. Das Ergebnis entspricht belegbar diesen Vorgaben, und ich kann es reproduzieren.
Dann wird aus KI das, wofür ein Nerd wie ich sie einsetzt.
Ich gebe eine kopierte Fähigkeit in eine Anweisung zurück, die ich selbst definiert habe. Ich kenne das Ergebnis. Ich kann es beeinflussen.
1 und 0.
Dieses Beeinflussen kopierter Fähigkeiten ist nichts anderes als das Bedienen einer Tastatur. Oder das Bedienen von Programmen, mit denen man digitale Inhalte jeder Art erstellt.
Und wer das beherrscht, schafft anderes.
Ich sage mit Absicht nicht „Neues“. Denn auch alles, was wir können, ist erlernt und kopiert. Neues zu erschaffen gelingt da wohl nur in Ausnahmen.
Und weil das schon immer so war, setzen sich auch hier die durch, die es am schnellsten beherrschen und reproduzierbar vervielfältigen können.
Uli
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